
Twitter. Hhm. Ein Phänomen. Millionen schreiben ins Netz, was sie gerade machen. 140 Zeichen, höchstens, pro Eintrag. Gedacht eigentlich als zentrale Anlaufstelle für SMS und zu deren multilateralen Kommunikation. Soll machen wer will. Nix für ältere Leute. Ich will nicht beständig mitteilen, was ich mache. Dachte ich bei mir. Aber hallo. 140 Zeichen? War da nicht etwas mit 160 Zeichen, sintemals beim Uzzi-Verlag, auich in Ddorf. Da könnte man doch...Genau.
Kurzlyrik, die heiß geliebte Kurzlyrik, die dann doch immer wieder verschwindet, irgendwo. Keine echten Haikus, (5 7 5 Silben, pro Silbe 2-3 Zeichen das reicht dicke-!!!-, das ginge schon) die Formatierung lässt das nicht zu. Kein Zeilenumbruch. Aber jenseits dessen kann man eben alles schreiben. Mit Twitter könnte man da sogar Dialog-Gedichte schreiben. Und genau das soll hier versucht werden.
Zwei Dialog geübte in was weiß ich wie vielen Foren (auch schon auf dieser Domain), mit einem Gemeinschaftsblog (unter anderem, unter anderem, gell) Facebook gestählt, wkwet und jetzt vertwittert. Einfach eine Spielwiese für die Kurzform. Den Rhein auf und ab, so 250k m. Verbunden durch die Wittelsbacher, die in ihren Arbeitsstädten einst ihre Haupstädte hatten. Und in der Mitte nicht Heines Lore-lore-lei, nein die Lyreley. Eine Domain einst in Neuss ersonnen, dann Heimat des Webring Lyrik (die älteren werden noch wissen, was so was war), des Weblog Lyrik, alles ad requiem. Aber jetzt wieder hervorgeholt, aus dem Loch gezogen, das. Lyre-lyre-lyrelei. Ist dies jetzt die Poetologie einer neuen Literaturgattung?
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